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  1. Anonymous

    Historische Museum in Hannovers Altstadt

    Wie überall in Deutschland wurden auch in Hannover die Juden verfolgt. 484 hannoversche Juden polnischer Herkunft wurden im Oktober 1938 nach Polen ausgewiesen, darunter auch die Familie Grünspan (Grynszpan). Deren zweit-ältester Sohn Herschel Feibel Grünspan (1921-??) befand sich in Paris. Als Herschel Grünspan von der Vertreibung seiner Familie erfuhr, fuhr er zur deutschen Botschaft und tötete dort den Legationsrat Ernst Eduard vom Rath (1909-1938).

    Herschel Grünspan wohnte hier in der Burgstraße 36,
    in der Hannoverschen Altstadt
    Ich frage mich warum kein Schild oder Text an dieser Stelle auf ihn hinweist.

    Die Nationalsozialisten nahmen diese Tat als Vorwand für die von ihnen inszenierten deutschlandweiten Novemberpogrome auch Reichspogromnacht oder Reichskristallnacht genannt. So wurde in Hannover am 9. November 1938 die von Edwin Oppler (1831-1880) 1870 in neuromanischen Formen entworfene Synagoge in der Calenberger Neustadt niedergebrannt.

    Im September 1941 kam es durch die „Aktion Lauterbacher“ zu einer Ghettoisierung der verbliebenen jüdischen Familien. Noch vor der Wannseekonferenz wurden am 15. Dezember 1941 die ersten Juden aus Hannover nach Riga deportiert. Insgesamt wurden 2.400 Menschen deportiert, von denen die wenigsten überlebten. Von den etwa 4.800 Juden, die Hannover 1938 zählte, lebten hier keine 100 mehr, als am 10. April 1945 amerikanische Truppen von Limmer aus kommend Hannover besetzen.

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