Geistergrollen

Zugang zur Geisterstation unter dem Hauptbahnhof in Hannover

Knarrende Nottreppen aus Holz, roher Beton, tröpfelndes Wasser, fahl flackerndes Licht, viel Finsternis und dann und wann ein dumpfes Grollen aus der Ferne. Das ist die Geisterstation unter dem Hauptbahnhof. Inzwischen eine kleine Touristenattraktion und selbst nicht allen Einwohnern Hannover bekannt, handelt es sich eigentlich um den Rohbau einer U-Bahnstation für die sogenannte D-Linie, der vierten geplanten U-Bahn Strecke unter Hannover. Vor Jahrzehnten angelegt, liegt sie quer unter der heute genutzten Station und kann bei Führungen der StattReisen Hannover besucht werden.
Ob sie bald doch noch als aktive Station zum Einsatz kommt, könnte sich schon heute Abend entscheiden. Dann stellt die Region Hannover ihre aktuellen Stadtbahn-Planungen vor. Für die Initiative Pro-D-Tunnel ist klar, nur der Bau des Tunnels ist für Hannover wirtschaftlich und stadtgestalterisch sinnvoll. Er würde jedenfalls das Chaos vor der Ernst-August-Galerie verringern und die Menschen aus dem Nordwesten der Stadt schneller in die Stadtmitte bringen.
Kommt der Tunnel, wird übrigens noch eine zweite Geisterstation lebendig. Unter dem Steintor gibt es ebenfalls einen ungenutzten Rohbau unter dem aktiven Stationsteil. Dann bleibt uns nur noch die Spekulation über die geheime Station unter dem Ihmezentrum. Die wollen zwar immer wieder Leute gesehen haben, in offiziellen Plänen taucht sie allerdings nirgendwo auf.

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