Krähenwetter

Eine Krähe in Hannover versucht einen Walnussbaum zu plündern

Der Herbst hat sich in Hannover eingenistet. Grauschwarze Wolkenbänke drängen über die Stadt, getrieben von eilenden Windböen, begierig ihre kalten Schauer über die Leinemetropole zu verteilen. Wenn es Mal nicht regnet, dann biegen sich die Bäume im Sturm und treffen mit ihrem abgeschüttelten Nass harmlose Passanten. Manchmal auch mit Kastanien.
Es scheint, als hätten die hannöverschen Krähen nur auf so ein Wetter gewertet. Über der Stadt haben sie sich des Luftraums bemächtigt und nutzen die heftigen Winde zu allerlei akrobatischen Flugmanövern. Spektakulären Schrauben. Wilden Luftschlachten. Waghalsigen Anflügen. Vielleicht waren auch Loopings dabei. Oder diese Krähen stürzen sich auf die Wallnußbäume, wie im Foto oben, um die Früchte abzurupfen, sich dann wieder in die Luft zu schwingen und sie in die Tiefe fallen zu lassen, auf das sie auf Hausdächern, Straßen und Fußwegen zerspringen mögen. Ja, es entsteht der Eindruck, die Krähen gehören zu den Bewohnern dieser Stadt, die derzeit den größten Spaß haben. Die meisten Menschen, die man dieser Tage trifft, meckern dagegen über das Wetter. Aber das tun sie ja fast immer. Insofern: nichts Neues.

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