Ligatauglich

Innenraum der AWD-Arena, auch Niedersachsenstadion, in Hannover

Was war das für Hannover 96 für eine dramatische Saison. Der Verein hat drei Trainer verbraucht, ist in der ersten Runde schon aus dem Pokal ausgeschieden und hat mal wieder die meisten Gegentore aller Bundesligisten kassiert. Und dann der tiefe Schock um den Tod von Robert Enke, der für Hannover viel mehr war, als nur ein Torwart und Mannschaftskapitän. Wer gestern Florian Fromlowitz beobachten konnte, wie er nach dem Schlusspfiff nach der 1 auf seinem Trikot greift und dann die Hände vor sein Gesicht schlägt, der musste spüren, dass es hier um viel mehr ging als bloß um einen Klassenerhalt.

Die Saison 2009/2010 endet für 96 nun also mit einem Drei zu Null Auswärtssieg beim Vfl Bochum, und während dieses Ergebnis für Hannover mit 33 Punkten und Platz 15 in der Tabelle den Klassenerhalt bedeutete, muss die Heimmannschaft aus dem Ruhrgebiet den Gang in die zweite Liga antreten. Beeindruckend waren die mehr als 10.000 Fans der Roten, die dem Team gestern nach Bochum gefolgt sind und es in diesem letzten, entscheidenden Spiel unterstützt haben. Der Lohn ist, sie werden auch in der kommenden Saison wieder Gelegenheit haben, in der oben abgebildetet AWD-Arena (oder Niedersachsenstadion, wie es bei vielen noch immer heißt) Heimspiele gegen Bayern oder Bremen zu sehen. 96, alte Liebe - hoffentlich mit einer fröhlicheren Saison 2010/11.

Farbausbruch

Bergfriedhof auf dem Lindener Berg bei Hannover zu Ostern

Frohe Ostern!

Drehtor

Unkonventionell geschlossene Garage in Hannover

Ehrlich, hierzu fällt mir nicht viel ein. War es ein verunglückter Einparkversuch? Ein Windstoß zur falschen Zeit? Oder doch eine eklatante Fehleinschätzung der Funktionsweise so eines Garagentors? Wollte dort nur mal jemand das Innere nach Außen kehren oder ist es moderne Kunst, eine Form des Protestes gegen unsere so erbarmungslos das Funktionieren fordernde Gesellschaft, die doch gleichsam irgendwie in Schieflage geraten ist?

Welcher Buchstabe verbirgt sich wohl auf der nicht sichtbaren blauen Seite dieses gedrehten Tores. Und ist die Dopplung des Namens über der verdrehten Tür ein Hinweis auf ein anderes Ich, quasi eine Metapher für die verdrehte Seele des weiter links so geordnet lebenden Kens?

Hm, vielleicht ist mir auch einfach nur das Mensaessen heute nicht so bekommen...

Aufgestellt

Das Riesenrad auf dem Schützenfest Hannover

Das größte transportable Riesenrad der Welt steht schon, denn am Freitag geht es los: das Schützenfest öffnet für zehn Tage seine Pforten. Auch das Schützenfest hat ein Superlativ zu bieten, es gilt als das größte Schützenfest der Welt. Außerdem wird es schon seit 1529 gefeiert, womit es wesentlich älter ist als das Münchner Oktoberfest. 

Eine Besonderheit ist das Nationalgetränk Hannovers, die Lüttje Lage. Eine Kombination aus Bier und Korn, die aus zwei oder drei Gläsern gleichzeitig getrunken wird. Besonders für ungeübte und Zugereiste eine spannende und lustige Angelegenheit.

Messezeiten

Shop auf dem Messegelände in Hannover

Diese Woche sind sie wieder geöffnet, die Shops und Läden auf dem hannoverschen Messegelände. Hier und da sind ungewöhnliche Besucher unterwegs. Besonders fallen die Messegäste auf, wenn es sich um Menschen aus dem fernen Osten handelt, Japaner, Chinesen oder Koreaner. Gestern geriet so ein asiatischer Geschäftsmann in eine Üstra-Fahrscheinkontrolle und mußt feststellen, daß sein Messeticket und somit sein gültiger Fahrschein, bei den Kollegen auf dem Messegelände liegt. Heute Morgen konnte ich hingegen zwei andere fernöstliche Besucher erleben, wie sie in einer Stadtbahn für einen einheimischen Renter ihren Platz räumten - und sich dann mit größter Höflichkeit gegenseitig den verbliebenen freien Platz anboten.

Trotzdem scheint viel vom Messeflair verloren gegangen zu sein. Früher wurden sogar die Busse und Bahnen mit Fahnen geschmückt. Heute ist die Messe für das Leben in der Stadt eine Randerscheinung. Irgendwie schade.

 

Kastenwand

Bierkästen auf dem Hof der Brauerei Herrenhausen

Bei dem schönen Wetter der letzten Wochen wird der Bierdurst der Hannoveraner groß gewesen sein. Das war sicherlich gut für die letzte unabhängige Regionalbrauerei aus Hannover, die Brauerei Herrenhausen. Die konkurrierende Gildebrauerei hat schon vor ein paar Jahren ihre Selbständigkeit verloren und gehört derzeit zum Globalplayer InBev -  und passt dort nicht mehr ins Konzept. Eine Bürgerinitative namens Gildekiste versucht die Gildebrauerei zu retten. 

Auch die Brauerei Herrenhausen hat laut Berichten lokaler Medien mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Um die Zahlungsmoral einiger Kunden soll es schlecht bestellt sein. Noch aber stapeln sich die Bierkästen auf dem Hof der Brauerei zu hohen Wänden auf. Wird der Sommer heiß, geht es auch der Brauerei besser.

Feuerfutter

Ob diese Sammlung an Grünschnitt tatsächlich für eins der vielen Osterfeuer bestimmt ist, konnte nicht geklärt werden. Allerdings werden überall in der Stadt die traditionellen Feuer vorbereitet. Über fünfzig Stück hat die Verwaltung der Stadt Hannover für Ostersamstag genehmigt. Vorallem in Kleingartenvereinen wird dieser Brauch gepflegt, auch viele Sportvereine nutzen die Gelegenheit für ein geselliges Zusammensein.

Obwohl die Brauchtumsfeuer, die auf vorchristliche Wurzeln zurück geführt werden können, eigentlich ein Symbol für Reinigung und Erneuerung sind, liegt der Brandgeruch je nach Wetterlage noch lange über der Stadt. Im letzte Jahr konnten erhöhte Feinstaubwerte über eine Woche lang nachgewiesen werden.

Einsames Grün

Sportplatz in Hannover, nicht weit entfernt vom Zoo
Abgesperrt und menschenleer - wie verlassen wirken zu dieser Jahreszeit viele Sportplätze in Hannover. Dabei soll es mehr als 55.000 Mitglieder von Sportvereinen in der Stadt geben und weitaus mehr sportlich aktive Hannoveraner. Doch das Wetter der letzten Tage läd nicht dazu ein, an der frischen Luft Sport zu treiben. So scheint auch dieser Sportplatz vor allem auf ein zu warten; auf besseres Zeiten.

Stadtgarten

Zugang zu einem Kleingarten in Hannover
Über 20.000 Kleingärten soll es in Hannover geben, die allesamt an Hannovers Ruf als "Stadt im Grünen" teil haben. Vielfach gibt es große Kolonien, andernorts, so wie hier, zwängt man sich auch mal auf wenigen Parzellen zwischen Bahndamm und Straße.

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